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"YOU ARE NOT THE HERO OF THIS STORY"

von Lucien Haug, Suna Gürler

Regie: Suna Gürler // Bühne und Kostüme: Christina Mrosek

7. September 2018  Maxim Gorki Theater Berlin


Einen Artikel über meinen Arbeitsansatz findet Ihr in dem Magazin W.DO Volume 05 Werkstatt auf Seite 60.

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"Macbeth" Oper von Giuseppe Verde

Theater Aachen // November 2016

Musikalische Leitung: Kazem Abdullah // Regie: Tobias Heyder // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Janine Werthmann

Foto: Wil van Iersel

Foto: Wil van Iersel

...Nebel liegt auf der Bühne, dahinter ein Gebäudeskelett mit düsteren Durchgängen. In den Kellern sieht man blutdurchtränkte Tücher, ahnt einen Folterkeller. Macbeth erscheint mit Banquo, Blutflecken an den Kleidern. (...) Jeder ist gefährdet, überall. Die Macht ist unberechenbar und skrupellos. Treibende Kraft dahinter ist Lady ­Macbeth: „Voller Ehrgeiz bist du. Hast du auch Kraft zum Bösen?“, singt sie bei ihrem ersten Auftritt und meint ihren Mann: „Nur über Leichen geht der Weg zum Throne!“...

Heiner Jordan, Klenkes Stadtmagazin Aachen


"europa verteidigen" von Konstantin Küspert

Eingeladen zu Stücke 2017 / 42. Mühlheimer Theatertage NRW

Uraufführung // ETA Hoffmann Theater Bamberg // Oktober 2016

Regie: Cilli Drexel // Bühne und Kostüme: Christina Mrosek

Foto: Martin Kaufhold

Foto: Martin Kaufhold

„Bierernst und wahnsinnig witzig.“ nachtkritik

„Lässig inszeniert. (...) Man möchte brüllen vor Lachen“ Bayerischer Rundfunk 


"Der Himbeerpflücker" von Fritz Hochwälder

Landestheater Niederösterreich St. Pölten // Januar 2016

Regie: Cilli Drexel // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Janine Werthmann

Foto: Janine Werthmann

Foto: Janine Werthmann

... "Der Himbeerpflücker" einst mit Helmut Qualtinger verfilmt hatte am vergangenen Freitag am Landestheater Niederösterreich Premiere in einer fabelhaften Inszenierung von Cilli Drexel. Die Regisseurin schafft es nach Arthur Millers "Hexenjagd" ( 2013/14) hiermit erneut einen klassischen Erzählstoff aus seiner geschichtlichen Verankerung zu heben und ihm Leichtigkeit wie Antrieb zu geben. ...

Margarete Affenzeller, Der Standard


"Sturmhöhe" von Emily Brontë

Theater Oberhausen // Januar 2015

Regie: Lily Sykes // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Ines Köhler // Musik: David Schwarz //

Foto: Birgit Hupfeld

Foto: Birgit Hupfeld

...Als gelungenes Kunstwerk präsentiert Regisseurin Lily Sykes ihre Bühnenfassung von Emily Brontës Roman Sturmhöhe und erweist sich erneut als Spezialistin für Klassiker der britischen Literatur.  [...] Mit wenig Requisiten, geheimnisvollen Klängen, dem Einsatz von Feuer und Windmaschine, einem wolkenverhangenen Himmel als Hintergrundbild und Stimmen aus dem Off schafft es die Inszenierung vortrefflich, dass man sich gern dazu verführen lässt...

Gudrun Mattern, NRZ/WAZ

„Regisseurin Sykes zielt in ihrer Inszenierung auf bildgewaltige Opulenz, Vorhänge tanzen wie Geister im Hintergrund [...] und ein offenes Feuer liefert eine unruhige Lichtquelle, auf der schräggestellten Spielfläche von Bühnenbildnerin Christina Mrosek. Dazu unterlegt der live spielende Komponist David Schwarz das Geschehen, ein großartiges Soundbett, mit einem faszinierenden Spektrum von Wind und Spukgeräuschen.“

Nicole Strecker, www.wdr5.de


"Hexenjagd" von Arthur Miller

Landestheater Niederösterreich St. Pölten // Oktober 2013

Regie: Cilli Drexel // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Janine Werthmann

Foto: Michael Liebert

Foto: Michael Liebert

... Arthur Millers Stück Hexenjagd, das am Freitag die Spielzeit am Landestheater Niederösterreich hochkonzentriert und spannungsgeladen eröffnet hat, zeichnet einen gravierenden gesellschaftlichen Zerfallsprozess nach ... Die Grundidee der Inszenierung bleibt die Einbeziehung des Zuschauerraumes in ein zeitloses Gerichtsdrama (das Original spielt 1692 in Massachusetts). Dieses hält dank seines konzentrierten und insbesondere von Henkel und Hering entspannt gewiegten Spiels über drei Stunden seine Dringlichkeit aufrecht. Ein mutiger Start in die zweite Saison von Intendantin Bettina Hering ...

Margarete Affenzeller, Der Standard

Die Münchner Regisseurin Cilli Drexel belebt zum Saisonstart in St. Pölten Arthur Millers Klassiker von 1953. Alexandra Henkel und Markus Hering brillieren als konsequentes Ehepaar Proctor, dem ganzen Ensemble gelingt eine packende Vorstellung ...Die Bühne des Landestheaters Niederösterreich wurde für die Aufführung von Arthur Millers Drama „Hexenjagd“ nach vorne ins Parkett gerückt. Hinten, wo sonst abgegangen wird, hat Christina Mrosek den Zuschauerraum symmetrisch noch einmal aufgebaut. Dort sitzt tatsächlich auch Publikum. Dazwischen steht leer eine dunkle Plattform. Ein Dorfplatz? Ein Richtplatz?...

Norbert Mayer, Die Presse


"Mr. Marmalade" von Noah Haidle

Staatstheater Wiesbaden // September 2013

Regie: Isabel Osthues // Bühne und Kostüme: Christina Mrosek

Foto: Lena Obst

Foto: Lena Obst

Die Inszenierung von Isabel Osthues ist in jeder Hinsicht grandios gelungen. (...) Da sind vor allem fünf durchweg starke Darsteller, die gelungen die Ebenen von Realität und Lucys ausgeprägter Fantasie auszuloten wissen. Allen voran ist dies Franziska Werner, die als Lucy über Sofalehnen tanzt und taumelt; Emotionsachterbahn fährt zwischen kreischendem Entzücken und bodenloser Angst, altklugem Ernst und untröstlicher Trauer, und dabei mal ganz bei sich ist, ins Spiel versunken, und dann wieder ganz weit aus sich heraus kommt. (...) Wie Lindhorst durch Larrys zu lange Hosen schlurft, wie er die nackten Zehen abspreizt und seine Finger in die ausgeleierten Pulloverärmel krallt, daran kann man sich kaum sattsehen.

Frankfurter Rundschau

Der Inszenierung von Isabel Osthues gelingt es, Lucys Einbildung ganz real und ihre Sicht auf die Wirklichkeit seltsam bizarr zu zeigen. (...) Dieses tragikomische Vexierbild entsteht vor allem durch Franziska Werner, eine der kuriosesten Schauspielerinnen weit und breit, die mit rollenden Augen und gefurchter Stirn ohne Worte von Neugier und Not erzählen kann. Ihre Lucy ist mit Zöpfen, Ringelhemd und Tutu denn auch stets sowohl Kind als auch Kobold, die Naivität des einsamen Mädchens ist tiefschwarz grundiert.

Darmstädter Echo


"Die Schöne und das Biest" von Lucy Kirkwood // Katie Mitchell

Theater Oberhausen // November 2013

Regie: Lily Sykes // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Ines Köhler // Musik: Ingo Schröder

Foto: Birgit Hupfeld

Foto: Birgit Hupfeld

Was für ein Theaterabend! Witzig, bunt, schrill, frech, romantisch, bezaubernd. Lily Sykes hat das Stück mit Esprit und Fantasie, emotional ansprechend, in der ganzen Bandbreite von völlig überdreht bis hoffnungslos verträumt inszeniert...Die Bühne von Christina Mrosek setzt vermutlich allein bei den Bewegungsabläufen schon ein wochenlanges Rollenstudium voraus. ... Weil alle Teile beweglich sind, werden sie auch bewegt. Wem das an Dynamik nicht reicht, der wird staunen, wie die Schauspieler den Raum immer wieder neu entdecken und ihn gleichmäßig ausfüllen...

Michael S.Zerban, Opernnetz


"Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller

Theater Bielefeld // März 2013

Regie: Cilli Drexel // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Julia Borchert

Foto: Philipp Ottendörfer

Foto: Philipp Ottendörfer

...anrührend und fesselnd, traurig und komisch zugleich. (...) Anhaltender Applaus, mit besonderem Jubel für Wolff, Priego und Böhm, und angeregte Gespräche auf dem Weg nach draußen beweisen es: In der Bielefelder Fassung ist der „Handlungsreisende“ einen Theaterbesuch absolut wert.

Neue Westfälische


"Carmen Kittel" von Georg Seidel

Deutsches Theater Berlin // November 2012

Regie: Cilli Drexel // Bühne und Kostüme: Christina Mrosek

Foto: Arno Declair

Foto: Arno Declair

... Ein riesiger Kletterberg aus übereinandergestapelten Möbeln (Bühnenbild Christina Mrosek) erhebt sich in der kleinen Box. Die 18-jährige Kartoffelschälerin Carmen kommt aus dem Heim, aber die Einrichtung ihrer ersten Wohnung schafft keine Behaglichkeit, sondern bildet eine fest verschraubte Trutzburg, auf der Olivia Gräser ausdauernd herumkraxelt, ohne die Tür zum Leben zu finden. (...) Männer tragen Frauenkleider, auch das meist weißliche Licht entrückt die Szenen ins schmerzhaft Grelle - aus dem die Seidel-Sätze umso klarer hervorstechen: „Das Meer unterdrückt bald sein eigenes Rauschen." ...

Andreas Schäfer, Tagesspiegel

... Die Einrichtung von Kittels Wohnung türmt Christina Mrosek in der Bühnenmitte zu einem verschachtelten Berg auf. Kühlschrank, Couch, Schränke, Fernseher - alle monochrom gestrichen - bilden einen sorgsam verschachtelten, begehbaren Haufen. Ordentlich, austauschbar, ein im Grunde wertloser Sperrmüllberg. Ein schlüssiges Bild...

Jörg Ablinsky, rbb online


"Wir schweben wieder" von Charlotte Roos

Die lange Nacht der Autoren // Deutsches Theater Berlin // Juni 2012

Regie: Cilli Drexel // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Linda Tiebel

Foto: Arno Declair

Foto: Arno Declair

...Regisseurin Cilli Drexel ließ das Deutsche Theater keine Mühen scheuen und die Bühne von Christina Mrosek, Badewanne, Bett und Blumenkübel inklusive, schlussendlich gen Bühnenhimmel schweben. Im Text schweben im Finale ein noch nicht wirklich erfolgreicher Selbstmörder am Strick, eine gelernte Hochseilartistin, die ihn retten will, sowie zwei Zufallspassanten, die dabei helfen wollen, in einer äußerst fragilen Quadriga über einem Fluss. Drexel hat den Schwebeeffekt für die opulente Werkstattaufführung quasi umgedreht...

Michael Laages, Die Deutsche Bühne

... Sie alle sind eindeutige Theaterfiguren mit leicht surrealen Ticks, und die Regisseurin Cilli Drexel skizziert sie, auf einer Simultanbühne, auf der jede Figur ihre eigene Plattform hat, klar und mit Sinn für Komik. Sie findet mit den Schauspielern den richtigen Rhythmus, den richtigen Ton und setzt auf die Stärke des Theaters - das im Idealfall nicht die Welt ist, aber ein Modell aller möglichen Welten...

Anke Dürr, Spiegel online


"supernova (wie gold entsteht)" von Philipp Löhle

Nationaltheater Mannheim // Uraufführung Januar 2011

Eingeladen zu den Autorentheatertagen 2011 Deutsches Theater // Berlin
Eingeladen zu den XX. Baden- Württembergischen Theatertagen // Karlsruhe

Regie: Cilli Drexel // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Julia Borchert

Foto: Hans Jörg Michel

Foto: Hans Jörg Michel

... Die Umzugsaktionen laufen ebenso flott wie der gesamte Inszenierungsrythmus, der vor allem im ersten Teil den rasant wachsenden Druck auf Friedrich vermittelt: Die Szenen sind nur durch ein blitzkurzes, aggressives Geräusch getrennt, wie das überlaute Abreißen eines Kalenderblatts - plötzlich steht der Stuhl, von dem aus Friedrich gerade noch Laura nachgeschaut hat, wieder in Berrys Büro, und der Darsteller Thorsten Danner muß fast ohne Atempause weiterreden. In Christina Mroseks Pappmaché-Bühnenbild - ein auf lebensgröße aufgepumptes Modell, noch ein Fake-Thema - , steuern Cilli Drexel und ihr Ensemble souverän durch alle Handlungsschleifen und sind nie in Gefahr aus der Kurve getragen zu werden...

Andreas Jüttner, Theaterheute

... Es liegt an der gutgelaunten und sehr stilsicheren Regie von Cilli Drexel, der der Dramatiker und Juniordramaturg Ewald Palmetshofer (!) geholfen hat. Drexel inszeniert ‚supernova (wie gold entsteht)’ als Western im Nordschwarzwald und findet dabei mit den Schauspielern zwischen Kitsch und Trash, Erregung und Cowboyhut erstaunlicherweise eine eigene Tonlage…

Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau


"Amphitryon" von Heinrich von Kleist

Nationaltheater Mannheim // März 2010

Regie: Cilli Drexel // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Julia Borchert

Foto: Hans Jörg Michel

Foto: Hans Jörg Michel

Auf dieser Bühne ist alles durchsichtig, und trotzdem gelingt die Täuschung. Christina Mrosek hat das Haus des Amphitryon als schlichtes Gerüst ins Mannheimer Schauspiel gestellt. Drumherum stehen ein paar Stühle, auf denen die Schauspieler auf ihren Einsatz warten. Wo die Menschen in ihrer Identität verunsichert werden, weil die Götter ihnen etwas vorgaukeln, passt es gar nicht schlecht, wenn das Spielen selbst als zusätzliche Wirklichkeitsebene eingeblendet wird...

Johannes Breckner, Darmstädter Echo

Cilli Drexel und ihre Bühnenbildnerin Christina Mrosek haben Kleists Versuchsanordnung in Mannheim ganz wörtlich genommen und die Bühne als Experimentierfeld ausstaffiert.(...) Das Schloss des Amphitryons ist ein Zwei-Etagen Gerüst mit Stahltreppe. Alle bleiben auf dieser bis zur Brandmauer offenen und unverändert gleichmäßig ausgeleuchteten Bühne, schlüpfen in ihre Rollen, nehmen wieder Platz im Hintergrund, ziehen sich um oder schlendern umher. Das gibt dem Abend etwas Tastendes, Suchendes, die Rollen der Schauspieler scheinen so wenig endgültig wie die Identitäten der Figuren, die sie spielen...

Dietrich Wappler, Rheinpfalz


"King A" von Inèz Derksen

Theater Oberhausen // Dezember 2009

Regie: Corinna Sommerhäuser // Bühne und Kostüme: Christina Mrosek // Musik und Choreographie: Takao Baba

Foto: Axel J. Scherer

Foto: Axel J. Scherer

...Clou der Produktion ist die Bühne von Christina Mrosek. Eine graue, halbrunde Ritterburg-Rampe, auf der es kaum festen Halt gibt. Regieren ist Sisyphosarbeit, lernt King A - gutes Regieren erst recht...

Helen Sibum, NRZ

Publikum begeistert. Es ist wirklich viel drin: Frauenrechte und Frauenpower, zaghafte Ansätze einer Demokratie, Politik der Mitbestimmung- aber auch erste feine Liebe, Spaßkultur der den Jagdvergnügen nachhängenden Ritter, Bollywood und das Fremdeln gegenüber Andersartigen. 90 tempogeladene Minuten höchst spannender und brilliant gespielter Theaterunterhaltung. Das zumeist junge Multi-Kulti Publikum ist begeistert, was sicherlich auch den großartigen Tanzsequenzen geschuldet ist. Das Publikum sieht eine mal fetzige, mal elegische und auch zutiefst anrührende Verschmelzung von Spiel- und Tanzkunst.

Michael Schmitz, WAZ


"Romeo und Julia" von William Shakespeare

Schauspiel Essen // September 2009

Regie: Cilli Drexel // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Julia Borchert // Choreografie: Klaus Figge // Musik: Anton Bermann

Foto: Diana Küster

Foto: Diana Küster

...Drexel bleibt mit dieser wilden Inszenierung ihrer Bildsprache treu, die sie schon in Effi Briest gezeigt hat. Immer wieder kommen Masken zum Einsatz; die Figuren rund um ihre Protagonisten werden stark karikiert. Die Beziehungen der Figuren mit der Umwelt, in der sie leben müssen, bekommen dadurch eine besondere Aufmerksamkeit.(...)Dafür findet Drexel Bilder, die bei aller Sinnlichkeit auch kalt und sezierend wirken. Ein Abend, der die „größte Liebesgeschichte aller Zeiten“ nicht zuletzt als einen riesigen Alptraum aller Beteiligten vorführt...

tt in Heinz


"I hired a contract killer" nach Aki Kaurismäki

Thalia Theater Hamburg // März 2009

Eingeladen Körber Studio Junge Regie 2009

Regie: Max Claessen // Bühne und Kostüme: Christina Mrosek // Musik: Johannes Schäfer

Foto: Arno Declair

Foto: Arno Declair

...Man muss sich von den Filmvorlagen lösen können. Regisseur Max Claessen gelingt das bestens. Er erzählt in “I Hired A Contract Killer” nach Aki Kaurismäki die Geschichte vom arbeitslosen Henri Boulanger, der einen Killer anheuert, weil er zu feige ist, sich selbst umzubringen. Und Claessen tut das mit einer ideal ausbalancierten Mischung aus Melancholie und Witz: ...

Hamburger Morgenpost

...Claessen setzt auf eine expressionistische, pantomimisch geprägte Körpersprache ohne viele Worte, die an Charlie Chaplins frühe Filme, mitunter auch an die Bildersprache René Magrittes erinnert. Es ist die einfache Poesie, die besticht. Eine gemalte Regenwolke mit Tropfen wird von den Schauspielern eigenhändig aufgehängt. Unter der probt Henri verschiedene Selbstmordvarianten mit penibler Sorgfalt...

Die Welt


"hamlet ist tot.keine schwerkraft" von Ewald Palmetshofer

Nationaltheater Mannheim // Januar 2009

Eingeladen zu den Autorentheatertagen 2009 // Thalia Theater Hamburg

Regie: Cilli Drexel // Bühne und Kostüme: Christina Mrosek

Foto: Christian Kleiner

Foto: Christian Kleiner

...Vor allem aber gelingt Palmetshofer ein starker eigener Ton, für den die Regisseurin Cilli Drexel bei der Deutschen Erstaufführung eine sichere Hand besitzt. Sie setzt die Wort- und Lautfuge mit einem sehr präzise geführten Ensemble in Bewegung, wechselt beweglich die Erzählhaltungen, arbeitet leichthändig mit Video- Projektionen, gibt dem Abend Tempo und einen Rythmus, der direkt aus der musikalisch begriffenen Sprache zu kommen scheint. Zugleich erkämpft sich diese Aufführung den Sinn der zunächst zusammenhanglosen Worte und zeigt zudem feines Gespür für die Charaktere. So formt Drexel achtzig rundum erstaunliche Minuten, die szenisch konsequent durchkomponiert sind, großen Witz finden und fast nebenbei zum Inneren dieser Menschen vorstoßen. Christina Mroseks Bühnenbild karikiert mit schaumstoffgepolstertem Mobiliar die kuschelige Wohnküche, in der die Eltern wie tote Fliegen an der Wand hängen...

Johannes Breckner, Darmstädter Echo

Cilli Drexel die ingeniöse Regisseurin der Mannheimer Aufführung, hat aus diesem virtuosen Kauderwelsch nun einen ganz sprachorientierten Abend gemacht: das ist Poptheater, Diskurstheater, bisweilen monologischer Poetry-Slam.
Eine schrillkomische Performance desillusionierter Sprechpuppen, harte, selbstbewußte, traurige Personen, Loser, die wie Planeten in einem Raum ohne Erdanziehung herumgeistern - „ohne schwerkraft“ heißt ja der Untertitel.(...) Cilli Drexel gibt dem Abend einen schönen Rhythmus, sie hält die Dynamik, 80 Minuten lang, sie seziert den verzweifelten Wunsch nach Heimat und Lebens-Sinn, nach politischer Teilhabe, der sich hinter all dem Gezeter ja auch verbirgt. Die Schauspieler sind durchweg virtuos, ...

Christian Gampert, Deutschlandradio Kultur


"Einsame Menschen" von Gerhart Hauptmann

Nationaltheater Mannheim // März 2008

Regie: Cilli Drexel // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Imke Schlegel

Foto: Hans Jörg Michel

Foto: Hans Jörg Michel

... Kein Wunder also, dass es im Hause Vockerat unbehaglich wird. Für den desolaten Zustand von Hauptmanns
„Einsamen Menschen“ hat Cilli Drexel ein Bild gefunden, das ebenso prägnant wie poetisch ist: Zu beginn des vierten Aktes rieselt der Schnee leise mitten hinein in das Glashaus, in dem die Vockerats wohnen. Eiszeit herrscht im gar nicht trauten Heim, Winter in den traurigen Herzen. Die junge Regisseurin hat sich in ihrer Lesart ganz auf die quälerische, katastrophal endende Dreiecksgeschichte konzentriert....

Kai Scharffenberger, Meier- Das Stadtmagazin


"Das Mädchen aus der Streichholzfabrik" nach Aki Kaurismäki

Thalia Theater Hamburg // Februar 2006

Ausgezeichnet beim Festival „Körber Studio Junge Regie“ mit dem Regiepreis 2007

Regie: Julia Hölscher // Bühne: Christina Mrosek // Kostüme: Ulli Smid // Musik: Tobias Vethake

Foto: Arno Declair

Foto: Arno Declair

Die Jury „Körber Studio Junge Regie“ sagt:

Die Inszenierung schafft mit reduzierten Mitteln eine ganz eigene Welt, erzählt ohne illustrativ zu werden die Geschichte von heutigen Menschen, die auf ihre Sehnsüchte zurückgeworfen sind. Gezeigt wird das weniger durch Worte und Dialoge, als durch eine genau beobachtete Körperlichkeit, zwischen Gehemmtheit und Ausbruchslust, durch Blicke, die Räume und Grenzen schaffen. Die Inszenierung besticht durch einen bitter traurigen Humor, ungewöhnliches Rhythmusgefühl, hohe Musikalität und zeichnet sich durch poetische Bilder aus. Dabei gelingt es dem Abend über die filmische Vorlage hinaus eine dem Theater eigene Form zu entwerfen...